Amerikanisches Bankkonto und neue Kleidung

Um meine Miete bezahlen zu können haben wir heute ein Konto für mich eingerichtet. Die First National Bank ist zum einen die Bank meiner Gastfamilie und zum anderen hat sie einen Geldautomaten bei uns an der Uni. Die Geldautomaten heißen hier ATM was für “automated teller machine” steht und so viel heißt wie automatisierter Bankangestelltenautomat. Die Kontoeröffnung wäre normal wesentlich schneller erledigt gewesen, weil ich aber das deutsche Bankwesen so gut kenne, sind mir viele Unterschiede aufgefallen und ich habe viele Fragen Gestellt. Einige Fragen konnte die Kundenbetreuerin der First National Bank selbst nicht beantworten und sie musste den Bereichsleiter fragen. Am Ende wollte ich noch Geld von meinem deutschen Konto auf das neu eröffnete amerikanische Bankkonto überweisen. Die internationale Überweisung hätte aber sehr hohe Gebühren mit sich gebracht, sodass ich mich entschied kostenlos Geld am ATM von meinem deutschen Konto abzuheben und direkt auf mein neu eröffnetes Konto einzuzahlen. Leider konnte ich nur $300 abheben; woran das liegt weiß ich noch nicht, vielleicht am ATM, vielleicht an der Kreditkarte.

Meine Gastmutter war danach noch mit mir einkaufen. Auf meine Reise nach Amerika habe ich extra wenig Kleidung mitgenommen, weil ich mich hier neu einkleiden will. Dazu haben wir heute den ersten Schritt getan. Eine neue Hose und ein neues Hemd trage ich in dem Bild.

Ich mit neuer Kleidung im Wohnzimmer meiner Gastfamilie

Hier in den USA scheint es weniger eine Rolle zu spielen, wie viel man ausgibt. Viel mehr sind die Leute daran interessiert, wie viel sie bei jedem Einkauf sparen. Der Laden, in dem wir heute eingekauft haben, hat sogar ein neues Kassensystem, das dem Kunden auf einem Bildschirm beim Einscannen immer die aktuelle Summe an “gespartem” anzeigt. Deshalb wird hier auch die Karte zuerst gescannt, mit der man 15% Rabatt bekommt. Ab 100% erhöht sich das automatisch auf 20%. Bei meinem Einkauf haben wir heute ca. $180 gespart und nur $80 ausgegeben. (Eigentlich war ich knapp über $100, aber davon gingen ja nochmal 20% runter. Und die anderen Dollars habe ich dadurch eingespart, dass ich herabgesetzte Kleidungsstücke gekauft habe.

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich Sachen für das Studium gekauft: Notizpapier, Tacker, Locher, Anspitzer, Karteikarten, Tesafilmabroller, …
Auch was diese Austattung angeht bestehen Unterschiede zu dem, was ich aus Deutschland gewohnt bin. Z.B. sind die Ordner hier nicht mit zwei Bügeln, sondern mit dreien ausgestattet.

Nur der Vollständigkeitshalber. Der Beginn der Kurse verläuft gut. Ich finde es allerdings etwas unverschämt, dass die Studenten hier in den USA sich Bücher für die Kurse kaufen müssen, weil darin der Stoff behandelt wird und zum Teil sogar Aufgaben daraus gemacht werden müssen, die in die Note mit einfließen. Die Bücher kosten vereinzelt sogar mehr als $200 das Stück. Die meisten Bücher liegen zwischen $70 und $150. In einem Kurs brauche ich sogar zwei Bücher. Von der TU Braunschweig bin ich es gewohnt, dass alle erforderlichen Bücher in ausreichender Stückzahl in der Bibliothek vorgehalten werden. Hier in den USA ist keines der erforderlichen Bücher auch nur mit einem einzigen Exemplar in der Bibliothek hinterlegt.

Euer
Georg

4 thoughts on “Amerikanisches Bankkonto und neue Kleidung

  1. Kannst du dir die Bücher denn nicht gebraucht besorgen?
    Es müsste doch wahrscheinlich jede Menge Leute geben, die die Kurse schon mal gehört haben und ihre Bücher jetzt nicht mehr brauchen. Dabei könnte man doch sicher einiges sparen.

  2. Wie kannst du denn in USA kostenlos Geld von deinem Deutschen Konto abheben?

    Wegen Büchern: Guck doch bei ebay oder frag andere Studenten wie die das machen.

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