Happy Halloween

Wir durften verkleidet zur Vorlesung erscheinen… Ich war der einzige. Danke an Jaime, der mir das Kostüm ausgeliehen hat.

Meine Halloweenverkleidung

Meine Halloweenverkleidung

Meine Halloweenverkleidung und der Fahrradhelm

Meine Halloweenverkleidung und der Fahrradhelm ;-)

Wer kann erraten, was ich bin?

Euer
Georg

Albtraum: Invasion der Zombies

Über 2.000 Zombies sind heute in Omaha eingefallen und ich war einer davon. Als Vorspiel für Halloween habe ich heute mit Freunden am Omaha Zombie Walk teilgenommen. Aus allen Altersklassen waren verkleidete Zombies unterwegs mit teilweise sehr ausgefallenen Kostümen. Omaha.net kündigte an. WOWT.com berichtet. Die Facebookseite.

Omaha Zombie Walk 2012

2 Überlebende und 3 Zombies sind bereit für den Omaha Zombie Walk 2012.
Ein Inquisitor und ein Zombiejäger gegen drei ausgebuffte Zombies.

Die Regeln sich relativ einfach. 1) Als Zombie oder als Überlebender verkleiden. 2) Die Zombies dürfen die Überlebenden anfallen und auch in Zombies umwandeln. Zombies kann man offensichtlich erkennen. Die Überlebenden kann man von den Zuschauern anhand eines großen X aus Gaffertape auf dem Rücken unterscheiden. Ansonsten einfach wie ein Zombie durch die Gegend laufen. Im Bild rechts, Dylan, hat sich als Freddie Mercury Zombie verkleidet. Viele Zuschauer haben ihn erkannt und sich riesig darüber gefreut. Es hat einfach Spaß gemacht so verrückt durch die Straßen zu laufen und nach „brains“ zu hungern.

– Ein Erlebnis Amerikanischer Kultur –

Aktuelle Bilder habe ich noch nicht online gefunden, hier ist aber eine Bildergallerie vom letzten Jahr.

Bild vom letzten Jahr.

 

Hinterher sind wir gut mexikanisch Essen gegangen. Ich habe zum ersten Mal eine Hookah (Shisha) geraucht und wir hatten bis spät in die Nacht Spaß. (Wir hatten einen Geburtstag zu feiern.)

 

Den Tag zuvor, von Freitag auf heute Samstag, war ich mit der Kriche Waypoint Omaha zum Men’s Retreat. Zum Einen haben wir uns mit Religiösem beschäftigt. Und zum Anderen hatten wir einfach viel Spaß. Freitag Nacht haben wir im Dunkeln Capture the Flag gespielt und ich habe in einem alles entscheinden Zug das letzte Spiel entschieden indem ich erst mein Team aus dem Gefängnis befreit habe und dann die gegnerische Flagge sichergestellt habe. Am Samstag (heute) hätte ich Paintball spielen können, habe mich stattdessen aber lieber für nette Gespräche und eine Runde the Settlers of Catan – Germany edition entschieden. Ja, es gibt auch von den Sieldern von Catan eine Deutschlandversion mit deutschen Städten.

 

Damit ihr den richtigen Eindruck bekommt. Wir haben gerade Herbstferien und ich habe endlich Zeit mit Leuten etwas zu unternehmen. Und ich möchte festhalten, dass es mir viel Spaß macht. Die Menschen in Omaha sind alle super freundlich, nett und herzlich. So langsam gefällt es mir hier richtig gut.

Euer Georg

Mobilität

Ich habe jetzt ein Fahrrad. Das Fahrrad habe ich vom Hausmeister meines Wohnkomplexes bekommen. Ein wirklich altes Modell. Entgegen aller anderen Fahrräder hier hat es Licht mit Dynamoantrieb.

Im Fahrradladen habe ich es runderneuern lassen. Neue Reifen mit Schläuchen, ein Pedal war verbogen, Bremsen nachgezogen und Sicherheitsmerkmale aufgerüstet. Für die Sicherheit habe ich das meiste Geld ausgegeben. Super Lampen, das Sicherheitsschloss, mehr Reflektoren, der Helm und die Klingel.

Für die kalte Jahreszeit habe ich jetzt auch eine Jacke.

Mir hat auch jemand erzählt, dass hier Salatdressing auf diversen Mahlzeiten gegessen wird. Ich habe mal probiert wie es auf einem Burger schmeckt. – Gut!

Euer Georg

Bunt sind schon die Blätter – Es wird kalt

Die Herbstfarben ziehen ein und die Bäume werfen vor dem ersten Frost und Schnee ihre Blätter ab. Gleichsam erreicht das Semester jetzt die Halbzeit. Nachdem die ersten sieben Wochen intens waren und ich mich erst an das amerikanische System gewöhnen musste, fange ich jetzt an meine Fühler auch nach anderen Dingen auszustrecken.

So langsam wird es auch hier in Omaha kälter. Demnächst muss ich doch noch losziehen und mir Winterbekleidung kaufen.

Auf meinem Weg zu den Vorlesungen gehe ich ein Stück auf dem „Keystone Trail“. Das ist ein Biketrail der von den Amerikanern zum Joggen, Fahrradfahren und Kinderwagenspazierenfahren genutzt wird.

Keystone Trail - Biketrail in Omaha - im Sommer

Der Keystone Trail in sommerlichen Farben.
(Der Bildfehler ist ein vorbeifahrender Radfahrer.)

Keystone Trail - Biketrail in Omaha - Im Herbst

Der Keystone Trail in herbstlichen Farben.

Aktuell gehe ich noch. Gestern habe ich aber schon ein Fahrrad bekommen das jetzt erst noch beim Fahrradladen in der Überarbeitung ist. Das Fahrrad ist aus den Sechzigern oder Siebzigern und entsprechend stylisch. Sobald ich es habe (voraussichtlich Montag oder Dienstag) bekommt ihr ein Bild von mir.

Gestern war ich beim American Red Corss (AMC) um dort meine Hilfe als Ehrenamtlicher anzubieten. Wenn alles klappt werde ich hier im Disaster Action Team (DAT) mit machen. Das DAT übernimmt die humanitäre Unterstützung in Katastrophenfällen. Erst diese Woche waren wohl einige von hier aus Omaha in Florida um den Opfern eines Sturms zu helfen. Da ich durch mein Studium nicht so lang weg kann, werde ich dann hier am Wochenende bei kleineren Katastrophen helfen. Das ist hauptsächlich bei Bränden die Familien zu unterstützen. Eine andere Möglichkeit die ich hätte, wäre bei den Blutspenden am Wochenende mit zu helfen.

Freitag Abend war ich mit Freunden im neuen Kinofilm „Taken 2“ und vorher ordentlich mexikanisch Essen.

Tom, Kris, ich, Farhod und Kristie beim Mexikaner vor dem Kinobesuch.

Tom, Kris, ich, Farhod und Kristie beim Mexikaner vorm Kinobesuch.

Im Studium haben wir jetzt fast die Hälfte des Semesters hinter uns gebracht. Das gilt jetzt schon für Marketing und bei allen anderen Kursen erreichen wir die Hälfte nach dieser Woche. Die Midterms (= midterm exams = Zwischenprüfungen) sind für mich ab Montag auch alle abgeschlossen.

Zu den Prüfungsmethoden will ich noch kurz erzählen wie interessant und verschieden sie sind. Vorweg eine Eigenheit der Amerikaner: die schreiben die Prüfungen mit Bleistift. Das hat mich überrascht.

In „Legal, Social, and Ethical Environment“ (Amerikanisches Recht) bestand der Test aus Multiple-Choice-Fragen die wir online in Gruppen beantworten sollten. Das heißt, wir haben uns in der Gruppe zusammengesetzt, haben nochmal circa eineinhalb Stunden den Inhalt durchgesprochen und sind dann die Fragen im Test durchgegangen. Der Test bestand aus 20 Fragen und einer Zusatzfrage für die wir zweieinhalb Stunden Zeit hatten und die Zeit haben wir voll ausgenutzt. Ein paar Tage vor dem Test hat uns der Dozent die „Facts“ (Fakten) zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um ein einseitiges Worddokument in dem eine fiktive Geschichte geschildert wird. Die Fragen im Test bezogen sich dann immer auf diesen fiktiven Fall. In der nächsten Unterrichtsstunde sind wir dann die Fragen durchgegangen und haben die Antworten besprochen und ausdiskutiert. Wenn eine Gruppe schlüssig argumentiert hat, weshalb sie eine andere Antwort gewählt haben, dann hat der Dozent sich das notiert und eventuell sogar Punkte dafür gegeben. So konnten wir unser Gruppenergebnis von 82% auf 87% verbessern. – Ich persönlich fand diese Form der Prüfung sehr lehrreich. Die Facts im Vorfeld waren ein sehr guter Hinweis darauf welche Fragen dran kommen würden, sodass die Vorbereitung zielgerichtet war. Durch die Gruppe haben wir über die verschiedenen Antworten diskutiert und uns gegenseitig geholfen die Thematik besser zu verstehen. Wenn wir etwas nicht genau wussten, konnten wir es nachschlagen, sofern wir wussten wo die Antwort zu finden ist. Durch die Diskussion in der Gruppe und im Unterricht, hat sich bei mir das Verständnis deutlich gebessert.

In „Marketing Policies“ bestand die Zwischenprüfung aus drei Teilen. Teil drei waren offene Fragen in denen wir eigene Marketingstrategien für einen neuen Kleber entwerfen sollten und etwas zur Corporate Intelligence schreiben mussten. Der erste und zweite Teil bestand aus jeweils den selben zehn Multiple-Choice-Fragen. Im ersten Durchlauf hatten wir fünfzehn Minuten Zeit jeweils einzeln die Fragen zu beantworten. Im zweiten Durchlauf haben wir uns in Gruppen zusammengefunden und sollten gegenseitig unsere Antworten anpreisen und vermarkten, bzw. die anderen von der Richtigkeit unserer eigenen Antwort überzeugen. Bei allen bis auf einer Frage konnte ich meine Teammitglieder von der Richtigkeit meiner Antwort überzeugen und bei der einen Frage habe ich hinterher eine E-Mail von meiner Gruppe bekommen, dass unsere Antwort falsch sei und meine richtig gewesen wäre.

In „Computer Mediated Communication“ haben wir ein „take home exam“. Das ist im Prinzip nichts anderes al seine Hausaufgabe, die aber sehr stark in die Endnote mit einfließt und entsprechend umfangreich ist. Sobald ich diesen Blogeintrag fertig habe, werde ich mich daran setzen die fertig zu machen.

In der Zwischenprüfung für „Managerial Accounting“ (Rechnungswesen für Dummies) habe ich für großen Tumult gesorgt. Unser Dozent wollte uns die Aufgaben nur per Beamer an der Wand zur Verfügung stellen. Dazu hat er die Kamera auf dem Lehrerpult genutzt um das Bild von einem Blatt Papier mit der Schriftgröße 11pt auf den Beamer zu schicken. Das hat nicht so richtig funktioniert, weil erstens nicht das ganze Blatt ins Bild gepasst hat, und zweitens weil bei der Zoomstufe wo endlich das Meiste zu sehen war, die letzte Reihe nichts mehr lesen konnte. Also habe ich ihn gefragt ob er nicht die Worddatei mir kurz schicken könnte, dass ich von meinem Druckkonto für jeden in der Klasse schnell einen Ausdruck anfertigen könnte. Das fand er so gar nicht lustig und ist selbst kopieren gegangen. Und hat sich mit dem Kopierer angelegt sodass wir etwas länger warten mussten. Am nächsten Tag habe ich mich mit ihm aber wieder vertragen.

Was haltet ihr von den Prüfungsmethoden? Würde euch so etwas gefallen? Was kennt ihr noch für interessante Prüfungsmethoden? Schreibt mir eure Meinung. :-)

Die produktivste Zeit des Tages: Nachts!

Wer kennt das nicht? Da hat man noch dieses eine Projekt und es muss bis zum Morgengrauen fertig werden. Also wird Kaffee gekocht und die Arbeit beginnt. Was aber, wenn zwei Projekte fertig werden müssen? Dann geht man zu Starbucks und bestellt sich ein coffeinhaltiges/teeinhaltiges Getränk nach dem anderen.

Ich bei Starbucks mit meinen Unterlagen

Ich bei Starbucks mit meinen Unterlagen.

Für mich ist es ein ganz neues Erlebnis das Studium außerhalb von Uni und Zuhause weiterzuführen. Irgendwie dachte ich wohl, dass dort die Ablenkung zu groß sei. Nun habe ich gelernt, dass viele Menschen sich bei Starbucks nur reinsetzen um etwas zu erledigen. Ich glaube, der Kaffee wird eher als die Eintrittskarte gesehen, um sich dann für 5 Stunden bei Starbucks aufhalten zu dürfen. Selten sieht man auch mal Menschen die sich ein Getränk bestellen und dann zusammen sitzen und erzählen. Die bleiben aber nie so lange wie die Arbeitstiere und das sind nicht nur Studenten.

Was habe ich gestern bei Starbucks gemacht?

Zum einen habe ich an meiner Studie über technische Erfolgsfaktoren von Unternehmensblogs gearbeitet. Die „Literature Review“ musste ich heute morgen einreichen. Bis 6 Uhr in der Früh habe ich noch daran gesessen und nach einem kurzen Nickerchen weiter daran geschrieben, um pünktlich um 10 Uhr in der Vorlesung zu sein. Sobald meine Studie fertig ist, teile ich sie gerne mit euch.

Das zweite Projekt von mir war eine Ausarbeitung zur Rechtslage von selbstfahrenden Autos in den U.S.A. Ihr habt vielleicht die Zeitungsberichte gesehen, dass der Gouverneur von Kalifornien gerade erst selbstfahrende Autos offiziell legalisiert hat (www.tagesschau.de). Das habe ich zum Anlass genommen um mich mit den weiteren Fragestellungen auseinander zu setzen.


Selbstfahrender VW Passat auf der Cebit 2008

Auf den Punkt gebracht kann ich sagen, dass Autos noch lange nicht ohne Fahrer fahren werden. Der Fahrer ist jetzt erlaubt sich aus dem Fahrgeschehen heraus zu halten, sofern das Auto störungsfrei fährt. Natürlich braucht er immernoch einen Führerschein und muss in Notsituationen oder wenn das System ausfällt sofort eingreifen und selbst weiter fahren. Die Sicherheitsbestimmungen sind aktuell noch die gleichen wie für ein normales Auto, können aber von der Aufsichtsbehörde erhöht werden. Aktuell können nur Hersteller selbstfahrende Autos anmelden und es dürfen nur vom Hersteller bestimmte Personen das Auto bedienen. Es wurde also ein rechtssicherer Rahmen geschaffen um die selbstfahrenden Autos im Straßenverkehr zu testen. Google scheint hier derzeit der größte Interessent zu sein und Google hat auch die Gesetzesinitiativen durch Lobbyarbeit vorangetrieben und in Nevada sogar schon die ersten selbstfahrenden Autos angemeldet. Googlemitarbeiter haben schon hunderte von Meilen die Autos selbst fahren lassen. Meine drei seitige Ausarbeitung auf English gibt es hier als PDF.

Ich persönlich hätte natürlich schon ganz gerne so ein selbstfahrendes Auto. Und wenn alle eines hätten, wäre vielleicht auch der Straßenverkehr sicherer. Was sagt ihr dazu? Seid ihr bereit den Fahrspaß im Berufsverkehr aufzugeben? Und auf längeren Fahrten einfach mal die Landschaft zu genießen? Oder haltet ihr das für absoluten Blödsinn? Schreibt mir eure Meinung unten als Kommentar.