Hoher Besuch von Daheim, Teil 2

Wer kennt sie nicht, die in Stein gehauenen Präsidentenköpfe? Bilder hat bestimmt jeder von uns schon gesehen. Flo und ich können sogar davon berichten wie wir sie mit eigenen Augen gesehen haben. Mount Rushmore war einer von drei geplanten Stationen auf dem Weg zum Yellowstone. Von unserem ersten Halt in den Badlands hatte ich schon beim letzten Mal berichtet. Jetzt sind die nächsten beiden Stationen dran.

Am besten halte ich mich in meinen Ausführungen kurz und zeige euch Bilder.

201 Mnt Rushmore -Flo

202 Mnt Rushmore -Georg

Nach Mount Rushmore sind wir zu einem der außergewöhnlichsten Naturphänomänen, den Devils Tower, gefahren. Vorher waren wir aber hungrig und mussten feststellen, dass wir kein Messer eingepackt hatten, nicht einmal ein Taschenmesser. Nach einem Stärkungsessen bei Applebees gings dann weiter zu unserer dritten und letzten Zwischenstation auf dem Weg zum Yellowstone.

Der als Devils Tower (Teufelsturm) bekannte “Berg” ist nicht nur atemberaubend in seiner Gestalt sondern auch der Hintergrund der Entstehung ist bemerkenswert. Der Devils Tower ist ein Relikt eines alten Vulkans. Um genau zu sein ist er die erstarrte Mitte eines Vulkans. Der Rest des Vulkans ist schon durch die Zeit abgetragen worden, aber die erstarrte Lava aus dem Zentrum ist noch dort. Die Bilder können nicht wirklich wiedergeben, wie gewaltig der Anblick ist.

Flo hält Devils Tower.

Flo hält Devils Tower.

Flo und ich am Fuße des Devils Towers.

Flo und ich am Fuße des Devils Towers.

205 Devilstower Georg

206 Devilstower Flo

Auf den Steinen am Fuße des Devils Towers haben wir ein Eichhörnchen gesehen. Bei unserem Versuch ein gutes Bild zu bekommen war das folgende unser bestes.

Versuch ein Eichhörnchen zu fotografieren.

Versuch ein Eichhörnchen zu fotografieren.

Auf den Bildern kann man es erahnen. Bis wir dort waren wurde es schon spät und wir hatten großes Glück darin. Die Abendsonne hat den Devils Tower mit immer bunteren Farben angeleuchtet.
Vom Devils Tower haben wir uns weiter auf den Weg zum Yellowstone gemacht. Einmal haben wir noch im Auto auf einem Rastplatz übernachtet.

Von unserem Aufenthalt im Yellowstone Park erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Euer
Georg

Hoher Besuch von Daheim, Teil 1

Wenn sich hoher Besuch bei mir anmeldet, dann wird ein außerordentliches Programm geplant. Und genau das war der Fall als Flo mich informierte, dass er mich besuchen wird. Darüber habe ich mich natürlich riesig gefreut und wir haben gleich einen epischen Plan erstellt.

Ohne Herausforderungen wäre es doch langweilig! Flo wollte während seines Besuchs etwas in den USA reisen und vor allem Las Vegas sehen. Ich hatte mir vorgenommen auf jeden Fall Yellowstone zu sehen bevor ich zurück fahre. Für das Reisen braucht es aber Zeit und ich hatte durchgehend Vorlesung und im Anschluss schon mein Praktikum gesichert. Wir haben aber einen guten Kompromiss gefunden: jeweils ein verlängertes Wochenende. Hier der Reiseplan für das Yellowstone Park Wochenende:

Reiseplan für das Yellowstone Park Wochenende.

Wir haben uns einen Plan ausgedacht der es mir erlaubt die Vorlesungen zu besuchen und trotzdem gemeinsam die beiden Orte zu bereisen. Der Clou ist, dass ich Vorlesung am Dienstag und Donnerstag hatte und wir somit Freitag bis Montag Zeit zum Reisen hätten. Die Herausforderung für mich bestand darin die Ausarbeitungen und Hausaufgaben frühzeitig fertig zu stellen, damit ich damit nicht belastet wäre (oder im Auto zu arbeiten).

Flo auf der Staatsgrenze.

Flo auf der Staatsgrenze.

Ich überfliege die Staatsgrenze.

Ich überfliege die Staatsgrenze.

Eine der bekanntesten Attraktionen in Omaha ist die Bob Kerry Pedestrian Bridge. Es ist eine Fußgängerbrücke die über den Missouri Fluss von Nebraska in den Nachbarstaat Iowa führt. Leider hat meine Kamera bei den schnellen Bewegungen irgendwann gestreikt, was zu sehr seltsamen Bildern geführt hat.

Fehlerhaftes Bild.

Fehlerhaftes Bild.

Einen Mietwagen für den Trip nach Yellowstone zu bekommen hat sich schwieriger dargestellt als geplant. Erst wurde die Kreditkarte nicht akzeptiert und nachdem die Bank die Karte wieder aktiviert hatte, hat das System des Vermietungsunternehmens die Karte abgelehnt, weil zuvor schon einmal erfolglos probiert. Bei einem anderen Vermieter haben wir dann für deutlich mehr Geld ein Auto bekommen. Die Alternative wäre gewesen, zuhause zu bleiben, was wir zum Glück nicht gemacht haben.

Unser Mietwagen, hier schon auf dem Zeltplatz im Yellowstone.

Unser Mietwagen, hier schon auf dem Zeltplatz im Yellowstone.

Die Fahrt zum Yellowstone hat uns fast zwei Tage gebraucht, dafür haben wir aber viel Unterwegs erlebt und gesehen. Losgefahren sind wir noch Donnerstagnacht, direkt nach der Vorlesung. Aufgewacht sind wir am Freitag morgen auf einem Rasthof wo wir kurz übernachtet hatten. Ein LKW Fahrer hat uns gleich als Touristen entlarvt und uns mitgeteilt wie froh er sei, dass wir in seinen Staat gekommen sind, weil die hier jeden Dollar gebrauchen könnten den wir hier ausgeben.

Erster Morgen auf dem Weg zum Yellowstone.

Erster Morgen auf dem Weg zum Yellowstone.

Der erste geplante Halt war in den Badlands. Der Name wurde der Gegend gegeben, weil die frühen Siedler immer Schwierigkeiten hatten durch die zerklüftete Gegend zu reisen. Wir konnten uns an der Landschaft erfreuen und die neumodischen Straßen zum Reisen nutzen.

Flo in den Badlands.

Flo in den Badlands.

Und ich muss sagen, die Gegend ist atemberaubend. Wir haben an der Information Halt gemacht und viel darüber gelernt, wie die Badlands entstanden sind, wie sich die Natur und Gesellschaft dort verändert haben und einiges mehr. Beeindruckt hat mich die Tatsache, dass das Gebiet nicht abgesperrt ist und wir frei in der Gegend rumklettern konnte.

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass wir uns auf dem Weg zum Yellowstone befanden, einen der größten schlummernden Vulkane. Bevor wir dort ankamen haben wir nach den Badlands noch zwei Attraktionen gesehen. Diese waren Mount Rushmore und der Devilstower. Davon berichte ich euch im nächsten Post.

Euer
Georg

Kein sterbens Wörtchen; ein Lobgesang

“Was ist eigentlich aus Georg geworden? Man hört ja nichts mehr von ihm!”, das werden sich einige von euch sicher schon gedacht haben. Dabei denke ich ganz besonders an meine lieben Großeltern. Kurz gesagt, ich habe mein Studium in den USA abgeschlossen und ein Praktikum begonnen. Zeit zum Reisen hatte ich auch gefunden. Doch das Wichtigste ist, dass es mir nach wie vor gut geht.

Wenn ich jetzt alles nachhole von dem ich euch noch nichts berichtet habe, dann würde ich wahrscheinlich einen extrem langen Eintrag schreiben. Darum habe ich mir überlege, dass ich nach und nach nachhole euch davon zu berichten was sich sonst noch ereignet hat. Heute fange ich mit dem wichtigsten Ereignis an.

Graduation von University of Nebraska Omaha. Mit Mike und Papa.

Graduation von University of Nebraska Omaha. Mit Mike und Papa.

Mein ganzer Aufenthalt in den USA hatte einen primären Sinn und Zweck: ein Abschluss. Meinen Studienabschluss an der University of Nebraska Omaha habe ich mit einer sehr guten Note abgeschlossen. Noch warte ich auf das Zertifikat, das in den nächsten Wochen per Post verschickt wird. Dann habe ich auch schriftlich dass ich den Master in Business Administration mit 3,944 abgeschlossen habe.

HALT! Gesamtnote von 3,944, ist das nicht ganz schön schlecht? Im deutschen System wäre das tatsächlich nichts zum an die Wand hängen, eher kann man das Zeugnis zum Tapezieren nehmen. In den USA hingegen ist die beste Note die man bekommen kann eine 4,0. Meinen Kurse habe ich alle bis auf einen mit einer 4,0 abgeschlossen. Insgesamt kann ich also stolz auf meine Leistung sein.

Zum Abschluss des MBA Studiums lässt uns die Uni einen standardisierten Test absolvieren. Vom Educational Testing Service (ETS) kennen wir in Deutschland eher noch den TOEFL. Für die Business Schools wurde der Major Field Test für MBA Studenten erstellt. Im Vergleich zwischen den Schulen kann so bestimmt werden wie viel die Studenten gelernt haben. Die Studenten von der University of Nebraska Omaha, wo ich bin, schneiden in der Regel ziemlich gut ab. Für mich konnte ich nicht nur ein sehr gutes Ergebnis (besser als 98% aller Studenten die den Test machen), sondern auch das beste Ergebnis aus meinem Jahrgang sichern.

Damit möchte ich den Blogeintrag für heute schließen. Ihr dürft euch schon auf die nächsten Meldungen von mir freuen, denn es gibt noch viel zu berichten.

Euer
Georg

Roadtrip nach Chicago

Es sind Fühlingsferien (Spring Break). Das heißt, ich habe nächste Woche keine Vorlesungen. Die perfekte Zeit einmal weg zu fahren. Mit einer kleinen Gruppe zuerst nach Chicago und dann alleine mit dem Bus weiter nach Pennsylvania, meine ehemalige Gastfamilie dort besuchen.

Am Freitag früh haben wir uns an der Uni getroffen. Morgan hat noch bis 9 Uhr gearbeitet. Um 10 Uhr sind wir mit ihrem Auto in Omaha gestartet.

Verena, Morgan, ich und Rubenia. Kurz vor der Abfahrt auf dem Platz vor der Mammel Hall.

Verena, Morgan, ich und Rubenia. Kurz vor der Abfahrt auf dem Platz vor der Mammel Hall.

Auf dem Weg haben wir in DesMoin eine kleine Rast eingelegt und zu Mittag gegessen. Um die amerikanische Kultur intensiver zu erleben, haben wir uns dazu entschieden in einem Familienrestaurant (Mam and Pap Restaurants) zu speisen. Für einen guten Preis haben wir riesige Portionen bekommen.

02_Rast in DesMoin

Nach einer Gesamtreisedauer von ca. 9 Stunden waren wir endlich in Chicago. Als Heimatbasis unserer Ausflüge haben wir einen Couchsurfer gefunden der uns bereitwillig aufnahm. Seine Wohnung ist der Hammer. Im 20. Stock über Chicago mit Blick raus auf den Michigansee.

03_Blick auf See

Zum Abendessen wollten wir eine Spezialität für Chicago essen: Deep Dish Pizza. Während wir auf die Bestellung warteten, waren wir in einem Weinladen damit die anderen sich einen schönen Wein zum Abendessen aussuchen konnten. Rubenia und ich sind noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen und haben lustige Bilder gemacht, dann haben wir die Pizza abgeholt und haben mit den anderen zu Abend gegessen.

04_Weinladen

Lustige Bilder in der Nacht in Chicago. Rubenia und ich.

Lustige Bilder in der Nacht in Chicago. Rubenia und ich.

Deep Dish Pizza. Rubenia, Brian unser Gastgeber, ich und Verena.

Deep Dish Pizza. Rubenia, Brian unser Gastgeber, ich und Verena.

Zum Ausklang des Abends sind wir noch ein eine Lounge gegangen in der Karaoke-Abend war.

07_Lounge

Die Mammel Hall

Ein Beitrag über moderne eine Lehrstätte und Umweltverträgliche Gebäude.

mammel1

Ich habe gerade ein Video auf Youtube geschaut und mich darauf entdeckt. In Minute 0:39 bin ich ganz rechts im Bild. Die Sonnenbrille habe ich nur am Anfang des letzten Semester getragen, das Video muss also schon vor einiger Zeit aufgenommen worden sein.

Weil das Video die Kunst rund um und im Gebäude “Mammel Hall” zeigt, nehme ich das zum Anlass euch etwas über die Mammel Hall zu erzählen. Die Mammel Hall ist das Gebäude des College for Business Administration (frei übersetzt: Institute der Wirtschaftswissenschaften). Da Gebäude ist erst vor einigen Jahren erbaut worden. Bei der Planung wurden Studenten mit einbezogen was dazu geführt hat, dass es ein idealer Ort ist zum Lernen. Es gibt genug Tische zum Arbeiten und für Gruppenarbeiten gibt es extra Räume mit großen Bildschirmen.

Auch was den Nachhaltigkeitsgedanken anbelangt ist Mammel Hall ganz vorne mit dabei. Am besten beschreibt demonstriert es das folgende Video:

Fast alle meine Kurse finden in der Mammel Hall statt. Sollte ein Lehrer mit der Technik in den Klassenräumen zu kämpfen haben, kann ich meistens helfen. Die Klassenräume sind wirklich super ausgestattet.

Ein Fun-Fact: Wegen dem vielen Glas im ganzen Gebäude müssen wir im Falle eines heftigen Sturmes oder Tornados auf die Toiletten gehen.

Ich werde nochmal ein paar Bilder schießen und dann nochmal einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Jetzt wollte ich erstmal mit euch das erste Video teilen auf dem ich mich wiedererkannt habe.

Bis zum nächsten Mal,
Euer Georg

mammel2a